2011 – Vereinsmeisterschaft IPSC Langwaffe

Ergebnisse:

Platz:%Punkte:Name:Cat.:Reg.:
187,535Georg Hildebrand
282,533Mike Bundt 
282,533Werner Minkenberg
472,029Heiko Schrader
570,028Uwe Wolff
655,022Rüdiger Britzen
745,018Barbara Wolff

Bericht:

IPSC Kurzwaffe boomt in Deutschland. Spricht man mit Sportkollegen anderer Vereine, so sind viele Kurzwaffenschützen auch am IPSC-Langwaffenschießen interessiert. Fast immer ist der Tenor allerdings, dass man keinen Verein kenne, bei dem IPSC-Langwaffentraining möglich sei.
Wir, die Mitglieder des DVC Celle e.V. haben im April dieses Jahres bei der Mitgliederversammlung dafür gestimmt, dass wir diesen Trend aufnehmen und die Möglichkeiten zum IPSC-Flinten- und Büchsentraining schaffen wollen.

Dass das nicht von heute auf morgen geht, liegt auf der Hand: Langwaffen-ROs müssen ausgebildet, geeignete Stände (wir arbeiten da gerade an einer ziemlich guten und ausgefallenen Idee – Geduld bitte!) müssen gefunden werden.

Ergo haben wir zunächst einmal klein angefangen und am 27. Oktober in Scheuen eine Vereinsmeisterschaft BDS-Langwaffe ausgetragen. Um 09:30 Uhr ging es mit dem Aufbau los, sieben Schützen (Werner, Uwe, Georg, Mike, Heiko, Barbara und Rüdiger) fanden sich schließlich zusammen, um die Übungen Büchse Präzision, Büchse Zeitserie, Flinte Speed-Schießen und Flinte Fallscheibe gegeneinander auszuschießen.

Die Büchsenübungen zeigten überaus deutlich, dass die beliebten Leuchtpunktvisiere (EOTechs, C-Mores, Aimpoints, etc.) für das Schießen auf Distanzen (und ja, damit sind auch schon büchsenmickrige 50m gemeint) nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Georg hatte mit seinem 1x-4x ZF da ganz klar die Nase vorn bzw. die meisten Löcher in der Zehn. Mal sehen, wer in Zukunft seinen „Punkt“ nun auch gegen ein ZF tauschen wird.

Geradezu typisch für IPSCler war dann allerdings die Erkenntnis, dass die Zeitserien (40, 30 und 20 Sekunden) nicht wirklich für Druck sorgen konnten, da für fünf Schuss gefühlt immer noch viel Zeit zur Verfügung stand. Die beiden schießenden Schützen waren i.d.R. nach maximal der Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit fertig und im Mittel wurde nur geringfügig schlechter getroffen.
Weiter ging es dann mit den Büchsendisziplinen, wobei die Teilnehmer die Wahl zwischen Rüdigers Mossberg 590A1 mit Ghost Ring Sight und Heikos Imperator mit Leuchtpunkt und Kompensator hatten. Wurde die Mossberg beim Fallscheibenschießen noch recht gerne genommen, wechselten alle Teilnehmer (bis auf Rüdiger natürlich) beim Speedschießen dann doch lieber zur Imperator. Vielleicht schießt es sich mit einem Leuchtpunkt auf einer Flinte doch einfacher als mit einem Ghost Ring? Könnte ein Grund sein, warum die Waffen gemäß Sportordnung IPSC Shotgun auch in verschiedene Divisions gehören… 😉

Und noch eine Erkenntnis: Wenn Mike gut schießen soll, muss man ihn einfach bei seiner Ehre packen. Nachdem es ihm nicht gelang, seinen letzten Platz beim Fallscheibenschießen auf die Visierung der Mossberg zu schieben (was haben wir gelacht), hat er uns dafür dann beim Speedschießen ohne viele Worte ganz alt aussehen lassen und den ersten Platz gemacht.
Georg war einfach in allen Disziplinen konstant gut und wurde somit verdienter Gesamtsieger – herzlichen Glückwunsch!

Zur Siegerehrung stiftete Uwe einen „Wanderpokal“ und Rüdiger gab als neuer Schießsportleiter Langwaffe seinen Einstand mit einem kleinen Imbiss.
Uns hat es viel Spaß gemacht und wir freuen uns darauf, wenn es uns in Zukunft möglich sein wird, Vereinsmeistersschaften nach Regelwerk IPSC Shotgun / IPSC Rifle ausrichten zu können.

Rüdiger